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2.15 Debilenn wird kuriert

(Arndt Doering)

Ort: Das Zooklo

Zeit: Einige Stunden spaeter, bzw. nach den voellig genialen Werbepausen :-)

(Fast alle Hauptakteure haben sich eingefunden und stehen ziemlich ratlos herum. Sherrydan sitzt an einer Theke im Hintergrund.)

Sherrydan: Also, ich weiss zwar immer noch nicht genau, wo und wieso ich hier bin, aber ich finde es toll hier! (hebt sein Glas mit Wollhonen-Weizen und trinkt es mit einem Riss halb leer.)

Iiiihvanova: Ich koennte ihn in meinen Orden aufnehmen, und nach vielen Stunden der Anbetung meiner Person muesste er eigentlich wieder zu sich selbst zurueckfinden. Und wenn nicht - er macht einen recht treuen und fatalistischen Eindruck. Solche Juenger sind mir immer willkommen.

(Die anderen stoehnen auf.)

Gariboldi: Vielleicht hilft ja eine *Strahlentherapie*?

Alle anderen: Gariboldi, NEIN!!

(Zack hat in einer Reflexbewegung seine PPG gezogen. Auf einmal huscht so etwas wie ein Geistesblitz ueber sein Gesicht.)

Bumm: Der Chief hat gar nicht so unrecht. (Alle starren Bumm an.) Naja, vielleicht helfen ja wirklich Strahlen, aber andere (haelt die PPG demonstrativ hoch). Ich werde natuerlich nur dahin zielen, wo es nicht ganz so weh tut.

(Kollektives Aufstoehnen)

Wirr: Wer der Macht vertraut, findet alleine auf den richtigen Weg zurueck. Ich koennte den Captain im Gebrauch meines Videorekorders unterweisen und dann -

(Kollektives Kopfschuetteln)

Alexander (zu Bester): Warum versuchen Sie nicht mal Ihr Glueck, Chef?

Bester (panisch): O nein! Einmal hat mir gereicht! Mein Alkoholspiegel ist immer noch nicht vollkommen auf Null, und manchmal hoere ich nachts das Schreien von....Huehnern. Nein! Aus-ge-schlos-sen. Nicht mit mir. Aber wo wir gerade dabei sind: Was ist mit Ihnen, Frau Kollegin? Sie als quasi Halbvorlone muessten es doch spielend schaffen, unseren Captain wieder hinzubiegen *neidischaufLyddaschau*.

Alexander: Tja, seit dem Zwischenfall mit den Inquisitoren moechte ich von den Vorlonenpraktiken Abstand nehmen.

(Im Hintergrund sieht man die beiden Inquisitoren pfeifend in der Gegend herumgucken und mit ihren Brillen spielen. Da kommen ploetzlich Debilenn und Lehnhier haendchenhaltend auf die Gruppe zu.)

Debilenn: Guten Tag, Commander. Ich muss sagen, die letzten Stunden waren sehr informativ. Stellen Sie sich vor, ich habe erfahren, dass der Krieg zu Ende ist, und dass ich zur Botschafterin ernannt wurde. Ausserdem bin ich verheiratet.

Alle Anwesenden: ?????

(Debilenn blickt auf Lehnhier, der wie ein Honigkuchenpferd grinst. Iiihvanova packt Lehnhier unsanft an der Schulter und zerrt in an den Tresen.)

Iiiihvanova: *knurr* Ich weiss zwar nicht, wie Sie beim letztenmal wieder durch die Luftschleuse gekommen sind, aber Sie werden diesen Trick mit toedlicher Sicherheit nicht wiederholen koennen. *knurr* Wie koennen Sie es wagen, den Zustand der Botschafterin fuer Ihre niederen Triebe auszunutzen?

Lehnhier: Aber Sherrydan hat doch ueberhaupt kein Interesse mehr an ihr. Zudem braucht sie mich in dieser Situation. Und drittens gebe ich Ihnen *das hier* (greift in seine Hosentasche und holt ein grosses Stueck Muellbari-Kaese heraus), wenn Sie Ihren Mund halten.

(Iiiihvanova ist zwischen ihren moralischen Grundsaetzen und ihrer Gier hin und her gerissen. Schliesslich obsiegt *ihre* Moral, und sie schlaegt Lehnhier den Leckerbissen aus der Hand.)

Iiihvanova: Wie koennen Sie glauben, *mich* mit solch profanen Sachen kaufen zu koennen? *Ich* werde der Wahrheit ™ zum Sieg verhelfen.

Debilenn (kommt auf die beiden zu): Lehnhier, was gibt es?

Lehnhier: Oh, aeh, nichts besonderes, Schatz. Ich habe mich nur kurz mit meiner alten Bekannten Iiihvanova unterhalten.

(Mittlerweile ist auch Sherrydan auf Debilenn aufmerksam geworden. Schon leicht angeschlagen bestellt er fuer sich ein neues Wollhonen-Weizen und fuer Debilenn einen hochprozentigen Drink. Als der Barkeeper Debil das Glas hinstellt, sieht sie ueberrascht zu Sherrydan hinueber, der ihr grinsend zuprostet. Lehnhier will eingreifen, doch Iiiihvanova haelt ihn gebieterisch zurueck. Debil schnueffelt skeptisch am Glas.)

Debilenn: Da ist doch wohl kein Alkohol drin? Wir Muellbari reagieren da naemlich sehr...stark drauf.

Sherrydan: A-a-alohol? A-a-ach was. Voellig ungef-f-faehrlich. Ausserdem sehen Sie gar nicht aus wie eine Muellbari. Kommen Sie, geben Sie sich 'nen *hups* Ruck.

Debilenn (geht zu Sherrydan hinueber): Also gut. Als Botschafterin muss man immer offen fuer neue Bekanntschaften und Erfahrungen sein. (stoesst mit Sherrydan an.) Ich bin Debilenn.

Sherrydan: Angenehm. John Sherry-*hicks*-dan.

(Beide kippen ihr Getraenk runter. Debilenn rollt mit den Augen und beginnt zu schwanken.)

Debilenn: Sie Sch-sch-schuft! Das war doch Alohol. Die Muellbari werden das n-n-nicht -

(Debilenn kippt um. Dabei knallt sie mit dem Knochenkamm an den Tresen und bleibt k.o. am Boden liegen. Alle stuermen auf Debil zu. Lehnhier macht Iiihvanova grosse Vorwuerfe; *sie* sieht momentan tatsaechlich nicht sehr gut aus.)

Gariboldi: Schnell, ein Arzt! Doktor Frankenstein! Hilfe!

Lehnhier: Vorsicht! Keiner darf sie anruehren. Wer weiss, was da alles gebrochen ist.

(Unbemerkt hat sich auch Molten genaehert. Interessiert sieht er zu.)

Iiiihvanova: Wir muessen was gegen ihre Verletzungen tun. Hat einer einen Vorschlag?

Gariboldi: Ich habe immer eine Packung Pflaster dabei. Vielleicht hilft das.

(Kollektives Aufstoehnen.)

Schlappen 1: *Fiep* *Fieeeep*

Molten: Ich glaube, ich habe eine Idee (holt einen Beutel hervor). Das wird der Botschafterin sicher helfen.

(Iiiihvanova und Bumm wollen Molten zurueckhalten, doch werden sie von unsichtbaren Hindernissen an ihrem Vorhaben gehindert. Molten schuettet Debilenn das Pulver in den Mund und haelt ihr dann die Nase zu. Debilenn schluckt wie wild, dann passiert eine Weile gar nichts.)

Gariboldi: Er hat sie umgebracht! Bumm, verhaften Sie sofort diesen Mann! Sie duerfen ihn auch verhoeren, so oft Sie wollen!

Wirr: Nein! Das darf nicht sein! Die dunkle Seite kann nicht gewinnen!

(Bumm und Wirr wollen sich gerade auf Molten stuerzen, da offnet Debilenn mit einem seligen Laecheln die Augen.)

Debilenn: Ja, ich komme. Ich sehe dich, VanHalen. Ich fliege. Ich flieeeege.

Alexander (draengelt sich nach vorne): Hoeren Sie mich? Hallo. Hallo!

Debilenn (blickt Lydda planlos an): Was? Was? Oh, hallo, Lydda.

Alexander: Woran koennen Sie sich noch erinnern?

Debilenn: Sie haben gerade einigen Agenten Instruktionen gegeben und -

(Lauter Jubel von allen, mit Aussnahme von Lehnhier, der erbost weggeht und von Sherrydan, der gar nicht peilt, worum es geht. Die anderen helfen Debilenn, die noch immer etwas wackelig auf den Beinen ist, auf und setzen sie auf den Barhocker.)

Molten (schaut beeindruckt auf die leere Tuete): Das haette ich nicht gedacht. (zu Schlappen 1) Schnell, ruf meinen Agenten und die Gesundheitsbehoerde an. Ich will naechste Woche meinen ersten Werbespot und uebernaechste Woche die ersten Packungen in den Apotheken und Krankenhaeusern sehen.

Wirr: Nein, das tun Sie nicht! Ich werde alles in meiner *Macht* stehende tun, damit Sie nicht noch mehr Schaden anrichten.

Molten (laechelt gerissen): Wollen wir wetten? (setzt sich auf Schlappen 1 [unsichtbar] und reitet von dannen.)

Iiihvanova: Schoen und gut, aber was machen wir mit *dem* da? (zeigt auf Sherrydan, der sich nur noch mit Muehe am Tresen halten kann)

(Gariboldi und Zack tuscheln aufgeregt. Dann nicken sich beide zu.)

Bumm: Commander, wir haben eine Idee. Wir wollen den Captain mit seiner Vergangenheit konfrontieren. Vielleicht loest das einen Erinnerungsprozess aus.

Bester: Und darauf sind wirklich Sie beide alleine gekommen?

Iiiihvanova: Gut. Genehmigt. An welche Erinnerungen haben Sie da gedacht?

Bumm (verlegen): Nun, aeh, das sollte vorerst unser kleines Geheimnis bleiben, nicht wahr, Chief?

Gariboldi (nickt aufgeregt): Unbedingt.

Iiiihvanova (blickt beide skeptisch an): Na gut, Sie kriegen Ihre Chance.

(Gariboldi und Bumm packen den Captain und zerren ihn in Richtung Videoueberwachungsraum.)

Bumm (schwaermerisch): Wir sollten mit den Klassikern anfangen: ``Unmoralische Annaehrungen beim Kampftrinken'', ``Das frivole Flaschendrehen'' und natuerlich das ``Flixflaxflux-Ritual''. Dann arbeiten wir uns zum neuesten Teil des ``Rosa Raechers'' vor, in dem der Captain seinen Einstand gibt.

Gariboldi: Gut. Ich besorge noch ein paar Chips und sage J'Gar und Lehnhier Bescheid, vielleicht wollen mithelfen, den Captain zu kurieren.

Bumm: Prima, Chef! Aber passen Sie auf, dass Iiihvanova nichts merkt. Sonst ist mit unserem kleinen Nebenverdienst Sense.


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